Spaghettizange – Warenkunde & Kochkunde

Eine Spaghettizange (auch Pastazange oder Spaghettigreifer genannt) ist ein in der italienischen Küche häufig verwendetes Küchengerät zum Servieren und Portionieren von fertig gekochten, langen Nudeln (Pasta), insbesondere von Spaghetti. Kennzeichen sind die zackenartigen Zähne bei den beiden Greifbacken der Zange, die jeweils durch seitliche, starke Einkerbungen ausgebildet werden, sowie die gekrümmte Form. Im Gegensatz zum Spaghettiheber werden unter Verwendung einer Spaghettizange die Nudeln leicht gequetscht.

Spaghettizange aus EdelstahlBildquelle: Frank C. Müller | Spaghettizange fcm | CC BY-SA 4.0

Geschichte

Lange Nudeln, wie zum Beispiel Spaghetti, Vermicelli, Linguine, Maccheroni und Bandnudeln (wie Pappardelle und Tagliatelle), sind im gegarten Zustand sehr schlüpfrig und lassen sich mit üblichen Vorlegelöffeln etc. nur unzureichend oder kaum portionieren und austeilen. Das hat zur Entwicklung von speziellen Küchengeräten geführt, die meist aus Metall hergestellt werden.

Spaghettizangen haben vorne zwei schaufelähnliche Greifbacken mit den beschriebenen Zähnen, mit welchen die (gegarten) Nudeln portionsweise aus Topf oder Schüssel herausgehoben und ausgeteilt werden können. Im Handel sind unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller erhältlich, die überwiegend ganz aus Edelstahl hergestellt und teils auch mit Greifbacken aus Kunststoff ausgestattet sind. Ein heute weit verbreitetes Spaghettizangen-Modell wird aus einem einzigen Stück Metall gefertigt und besitzt sechs zackenartige Zähne an jeder Greifbacke sowie eine federnde Verbindung beider Schenkel. Dieses Design wurde im Jahre 1951 von der Firma Alessi entwickelt, wird bis heute unverändert hergestellt und vertrieben und avancierte inzwischen zu einem der "populärsten historischen Produkte von Alessi". Nachbildungen anderer Hersteller weisen fünf, oder oft auch sieben Zähne sowie teils andere Greifbacken-Ausformungen auf.

Neuerdings gibt es auch verschiedene Zangenmodelle mit verstellbarem Griff aus Metall und mit Greifbacken aus hitzebeständigem Kunststoff, die oft als Pfannenwender benutzt und verkauft werden. Eher selten sind Spaghettizangen ganz aus Holz anzutreffen, bei denen die Zähne meistens aus eingesetzten, kurzen Holzstiften bestehen.

Dieser Beitrag gehört zur Serie Warenkunde & Kochkunde – Das Küchenlexikon
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